Mit der Einführung von anonymen Lebensläufen im Bewerbungsprozess will die französische Regierung  der Diskriminierung wegen Herkunft oder Geschlecht beikommen. Das berichtet die FAZ Online. (Hier zum Artikel) Gleichstellungsexperten hatten festgestellt, dass Bewerber bei der Vorauswahl oft schon aufgrund Ihres Namens oder der Adresse scheitern. In sechs Départements und in Paris haben sich schon einhundert Unternehmen bereit erklärt, anonyme Lebensläufe bei der Vorauswahl zu testen.

Ob Lebensläufe als Vorauswahl aber überhaupt Sinn machen, diese Frage scheint sich aber niemand zu stellen. Dabei ist nachgewiesen, dass Lebensläufe kaum Aussagekraft in Bezug auf die spätere Arbeitsleistung haben. Die Folge: Viele talentierte Bewerber werden aufgrund von Lücken im Lebenslauf aussortiert, untalentierte kommen weiter. Ein Auswahlverfahren, dass sich Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels eigentlich nicht mehr leisten können.

Besser wäre es, in der Vorwahl zu untersuchen, ob der Bewerber überhaupt mit seinen sozialen Kompetenzen zu Stelle, Unternehmenskultur und Vorgesetztem passt. Denn diese Faktoren entscheiden darüber

  • wie hoch die Arbeitsleistung des Mitarbeiters sein wird
  • wie schnell er ins Unternehmen integriert werden kann
  • wie gut er mit seinen Führungskraft zusammenarbeiten wird
  • und wie lange er sich an das Unternehmen binden wird.

Lebensläufen, ob nun anonym oder eben nicht, käme dann eine untergeordnete Rolle zu, die lediglich die generelle Tauglichkeit (beispielsweise Stellen-Voraussetzung Abschluss Diplom-Ingenieur) prüft.

Rekrutieren ohne zu diskriminieren, das geht mit dem persolog Mitarbeiter-Integration-System.

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