Persönliche Kompetenzen und die konstruktive Verarbeitung von Anforderungen helfen Lehrerinnen und Lehrern, gesund zu bleiben. Das zeigt eine neue Studie der Universität Kassel. Eintausend gesunde und erkrankte Lehrerinnen und Lehrer  mit vergleichbaren Arbeitsbedingungen wurden hierzu befragt.

Das Ergebnis zeigt: Gesund bleibt, wer mit den beruflichen Anforderungen umgehen kann und über eine gute persönlichen Kompetenz- und Ressourcenausstattung verfügt.

Lehrkräfte mit einer starken Persönlichkeit sehen berufliche Belastungen, wie beispielsweise verhaltensauffällige Schüler, nicht als massives Problem an. Wenn Schwierigkeiten auftreten, werden offensiven Problemlösungsstrategien entwickelt und umgesetzt.

Für so manches Mitglied der Lehrerkollegien ist dies hingegen nicht der Fall. Oft wird der Arbeitsplatz als Ort der Bedrängnis empfunden. Stress, Überforderung und schwache persönliche Kompetenzen führen so zu keiner aktiven Lösung von Problemen. Stattdessen wird eine resignative Haltung eingenommen. Die Konsequenz ist eine gesundheitliche Belastung.

Eine (oft geforderte) Reduzierung der Stundenzahl wäre bei einem Defizit von sozialen und persönlichen Kompetenzen also ineffektiv. Statt dessen sollten Bildungseinrichtungen frühzeitig in die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Lehrkräfte investieren.

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